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Am Anfang war
der Zahn. Zahnpflege beim ersten Zahndurchbruch und weitere
Planung der Zahnpflege. Antworten in fünf Punkten
mit Ansichten von zwei Fachexperten: Bernard Ciucchi, Zahnarzt
und Leiter der Jugendzahnärztlichen
Klinik in Genf, und und Juliane Leonhardt Amar,
Zahnärztin und Präsidentin der Schweizerischen
Gesellschaft für Kinderzahnmedizin.
1. Zähneputzen: Wann beginnen?
«Ab dem ersten Zahndurchbruch». Dazu wählt man eine weiche Zahnbürste mit
kleinem Kopf – besser geeignet für einen
Kindermund – und einem langen Stiel, mit
dem die Kinderhand geführt werden kann,
wenn das Kind das Zähneputzen lernt. Die
Bürste soll ungefähr alle zwei Monate ausgewechselt
werden, bevor sie völlig ausgefranst
ist.
2. Wann soll man zum ersten Mal zum Zahnarzt?
«Die Kinderärzte werden heute geschult,
um allfällige Kariesrisiken bei Kleinkindern
zu erkennen. Diese Kontrolle findet bei den
Zweijährigen statt».Dieser
Kontrollbesuch ohne Eingriff dient der Vertrauensbildung
zwischen dem Zahnarzt und
dem Kind.
3. Nuckeln vermeiden
Schnuller und Daumenlutschen können
zu einer Deformation der Zahnbogen und
zu einer falschen Position der Zunge führen.
Es sind schlechte Gewohnheiten,
welche die Stellung der Dauerzähne
zu beeinträchtigen vermögen. Idealerweise
wird auf den Schnuller verzichtet
oder allenfalls nur als Einschlafhilfe gebraucht. Es ist wichtig, dem Kind zu helfen,
diese Gewohnheit so früh wie möglich abzulegen,
spätestens aber in einem Alter von drei bis
vier Jahren. Dabei muss bedacht werden, dass
das Kind den fehlenden Schnuller womöglich
durch den Daumen ersetzt.
Eine Gefahr geht allerdings nicht nur vom
Nuckeln des Kindes aus. Wenn die Mama den
Löffel des Kindes oder den Aufsatz der Flasche
(«Schoppen») ableckt, bevor sie das Kind füttert,
kann dies verheerende Folgen für die Zähne
des Kleinkindes haben. Man weiss heute,
dass Karies ansteckend ist und von den Eltern,
meistens von der Mutter, auf das Kind übertragen
werden kann, hauptsächlich im Alter
von sechs Monaten bis zwei Jahre.
Die Karies der Eltern wird mit diesen scheinbar harmlosen
Gesten mittels Speichel vom elterlichen in
den Kindermund übertragen. Einige Fachleute
gehen sogar so weit zu behaupten, dass der
Grundstein für die Zahngesundheit des Kleinkindes
– und damit jener des heranwachsenden
Erwachsenen – in diesen entscheidenden
Monaten gelegt wird und davon abhängt, ob
die Hygieneregeln eingehalten werden oder
nicht.
4. Ernährung: Welche Regeln sind zu befolgen?
Die wichtigste Regel besteht darin, dem Kind
nicht ständig zuckerhaltige Getränke wie Sirup
oder Süssgetränke anzubieten, aber auch keine
Milch oder verdünnten Fruchtsaft. Im Falle von
Fruchtsäften greift die kombinierte Wirkung
von Zucker und Säure den Zahnschmelz an.
Am einfachsten ist es, wenn das Kind lernt,
Wasser zu trinken, auch nachts, wenn es aufwacht;
Ausnahme dabei sind einzig Säuglinge.
Aber auch die Muttermilch enthält Zucker,
weshalb nach dem Stillen die Zähne geputzt
werden müssen, sofern das Baby schon Milchzähne
hat.
5. Die grossen Kontrollen
Nach der ersten Kontaktnahme soll während
der ganzen Kindheit (und auch später) eine
jährliche Kontrolle vorgenommen werden.
Mit diesen Besuchen wird das Kind für die
richtige Mundhygiene sensibilisiert und es
lernt, die Zähne mit der richtigen Technik zu
putzen. Zwischen sechs und zwölf Jahren sind
Kinder besonders empfänglich für Ratschläge.
Mehr Informationen finden Sie im vollständigen Artikel in unserem Magazin Nov./Dez. 2008.
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