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Mit dem Winter vor der Tür ist auch die Zeit der Bronchiolitis wieder gekommen. Eine Krankheit, die vor allem die 0-2Jährigen betrifft – in unterschiedlich starker Ausprägung. Die Devise lautet: Tief durchatmen, Ruhe bewahren und die Tipps des Dr. Jean-Daniel Krahenbuhl, Kinderarzt am Lausanner Kinderhospital befolgen.


Die Bronchiolitis wird vom Respiratory Syncytial Virus (RSV) übertragen. Richtig und falsch. Die Mehrzahl der Bronchiolitis-Fälle ist zwar auf RSV zurückzuführen, es können ihr aber auch andere Atemwegsviren (Grippe, Schnupfen) zugrunde liegen.

Das Virus breitet sich schnell aus. Richtig. Denn es wird vor allem über die Hände und infizierte Gegenstände übertragen. Auf Flächen kann es 6 Stunden überleben (Möbel, Türgriffe, Spielzeug…), 3 Stunden auf Gummihandschuhen, 45 Minuten auf Textilien und 20 Minuten auf den Händen.

Die Epidemie schlägt jedes Jahr zu. Richtig. Aber mit spürbaren Unterschieden: die ungeraden Jahre sind heftiger als die geraden Jahre. Start der Epidemie 2008 soll die Kalenderwoche 48 sein…

Nach einmaliger Infektion ist das Kind immunisiert. Falsch. Da die Immunität nur von kurzer Dauer ist, kann es im gleichen Jahr noch einmal eine Bronchiolitis bekommen – ab der 3. Erkrankung kann man von Asthma sprechen – und auch im folgenden Jahr erneut erkranken.

Einige Kinder sind stärker gefährdet als andere. Richtig.Trifft zu für Neugeborene, für im Winter geborene Säuglinge unter 6 Wochen, für Babys mit einer bestehenden Atemwegs-Herz- oder Immunerkrankung sowie für solche, die in einer belasteten Umgebung leben (Tabakrauch).

Gemeinschaftsräume begünstigen die Ansteckungsgefahr. Richtig.Das Virus verbreitet sich am besten in Gemeinschaften, wie z.B. in Krippen oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Bronchiolitis beginnt als einfache Erkältung. Richtig. Das Baby hat eine laufende Nase, etwas Husten und manchmal Fieber. In diesem Stadium sollte mit Kleinen unter 3 Monaten der Kinderarzt aufgesucht werden.

Bei den Älteren ist Wachsamkeit geboten. Richtig. Innerhalb weniger Tage breitet sich die Infektion von der Nase in die Luftröhre, die Bronchien und die Bronchiolen aus, die durch Schleimansammlungen verstopfen. Der Zustand des Kindes verschlechtert sich: verstopfte Nase, keuchende, pfeifende Atmung, Zunahme der Hustenanfälle, gestörte Nahrungsaufnahme. Es kann zu Zeichen von Atemnot kommen: Einziehungen zwischen den Rippen und oberhalb des Brustbeins, Zittern der Nasenflügel, Wimmern,Veränderung der Hautfarbe. In diesem Stadium sollte man mit dem Kind besser direkt die Notaufnahme aufsuchen.

Eine Bronchiolitis dauert eine Woche. Falsch. Man sollte eher von zwei Wochen ausgehen, der Husten kann sogar noch länger andauern.

Welche Behandlung bei einer schweren Infektion? Zunächst sollte die Nase des Kindes befreit werden. Falls erforderlich, Zufuhr von Sauerstoff. Falls es nicht mehr selber isst, sollte es über Infusionen oder eine Sonde ernährt werden. Bei Fieber werden Zäpfchen verschrieben, bei einer Superinfektion auch Antibiotika. Man sollte keine oder nur geringe Mengen an Bronchodilatatoren geben, da nur wenige Kinder darauf ansprechen. Gleiches gilt für die Physiotherapie, die den Krankheitsverlauf nicht entscheidend verändert und einen eventuellen Spitalaufenthalt nicht ersetzen kann.

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Acht nützliche Tipps zur aktiven Vorbeugung

- Sich häufig mit einem Desinfektionsmittel die Hände waschen.
– Die Nase des Babys 1-2 Mal täglich mit einer physiologischen Lösung reinigen.
– Die Mahlzeiten aufteilen.(vor allem, wenn das Baby hustet).
– Häufig Milch füttern, aber in kleinen Mengen.
– Seine Nase mit vom Kinderarzt verschriebenen Nasentropfen befreien.
– Das Baby möglichst zu Hause behalten und den Kontakt mit erkälteten Personen meiden.
– Die Wohnung gut durchlüften und absolute Hygiene walten lassen.
- Den Kontakt zu verunreinigtem/infiziertem Spielzeug anderer Kinder vermeiden.