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Das Wichtigste sind Buntstifte. Eine Riesenschachtel, in der sich die Kinder bedienen, um sich danach von einer Umgebung inspirieren zu lassen, die ausschaut wie eine Kunstgalerie. Und wenn sie noch höher hinaus wollen, gibt es sogar einen Sessellift.

Das prächtige Haus befindet sich auf dem Land, ist geräumig und geschmackvoll eingerichtet (Sessel «Favela » der Brüder Campana, Leuchter von Ingo Maurer, Lampen «Randogne» von Philippe Cramer...) mit Bildern von grossen Künstlern wie Viriginie Morillo und Ali Madhavi an den Wänden. Das Haus diente früher als Dorfherberge, weswegen sich noch hier und da einige Erinnerungsstücke finden. Die Kinder haben ihr Zimmer im ersten Stock, das Spielzimmer ist im Dachstock.

Nada, Mama von Kyan (10 Monate), Alanis (4½ Jahre) und Miya (8 Jahre): «Da genügend Platz da war, haben wir die Aktivitäten getrennt. Sie können im einen Zimmer schlafen, im anderen spielen und im dritten basteln.»

Die gelernte Innendekorateurin hat sich bei den Zimmern für Nüchternheit entschieden (Weiss und nochmals Weiss) und einige Trouvaillen damit kombiniert. Der Schrank der Töchter ist ein Eigenentwurf, den der Schreiner für sie hergestellt hat. Der Teppich im Zimmer von Kyan ist ein simples Modell von Mondial Moquette, dessen Grösse und Abschlusskante Nada aussuchte. «Viel weniger teuer als ein Markenteppich!» An den Wänden: das individuelle Namensbild für jedes Kind (ein Alphabet, von dem sich die Buchstaben des Kindernamens in einer anderen Farbe abheben – gefunden unter www.madebygirl. com). «Mir gefiel diese Idee so gut, dass ich diese Bilder jetzt immer als Geburtsgeschenk verwende!»

Neben dem Spielzimmer befindet sich der Korridor, in dem verschiedene Werke hängen: Kinderzeichnungen, ein Original T-Shirt von Mr. A., dem bekanntesten Pariser Graffitikünstler, alle mit rutschfestem Klebeband befestigt. «Dasselbe, das ich auf die Treppenstufen geklebt habe», erzählt Mama Gyver. «Die Mauer ist dermassen hart, dass ich keine andere Lösung fand.» In einer Ecke dient eine Puppenwäscheleine dem Trocknen feuchter Zeichnungen. Auf einem Regal findet man wunderbare Pop-up-Bücher, etwa L’Abécédaire von Marion Bataille und Le carré Jaune von David A. Carter. Eine Stylistin würde es nicht besser machen – es ist einfach wahr: Wenn Kinder Zugang zu Kunst haben, so gibt es keine Geschmacksverirrungen.



Carnet déco

*Kyan trägt eine Hose von babyDior, ein T-Shirt DPAM, ein Gilet Bonpoint und Schuhe von Bobux.

*Die Puppen sind vom Label Mini Labo, die Lampe Fifty-Fifty stammt von Largo in Genf.

*Kollektion von Petshop unter einer Lampe Standard von Jieldé.




Text: Maxime Pégatoquet
Fotos :David Wagnières/Strates