Warum das Baby weint

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Ihr Baby weint und weint und Sie wissen nicht, was Sie nun machen sollen. Tut ihm was weh? Fehlt ihm was? Wie kann man ihm helfen? Sie werden nicht jedes Weinen interpretieren können. Und dennoch kann man es bisweilen verstehen, wenn das Baby einen konkreten Wunsch äussert oder einfach etwas Nähe braucht.

hr grösster Schatz brüllt mit hochrotem Kopf aus Leibeskräften und Sie können sich nicht erklären warum. Wichtig ist zu wissen, dass das Weinen des Kindes stets einen Versuch darstellt, mit seiner Umgebung zu kommunizieren. Anfangs stehen dem Baby auch keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung. Mit etwa drei Monaten ist das Repertoire mit Lächeln, Brabbeln etc. schon erheblich grösser. Aber beim Neugeborenen bleibt den Eltern nicht viel übrig, als zu versuchen, das Weinen zu interpretieren.

Wenn das Baby reflexhaft weint

Das Baby nuckelt seelenruhig an seinem Daumen und lauscht einem Wiegenlied. Aber auf einmal beginnt es so laut zu weinen, dass Sie daraus nur den Schluss ziehen können, dass es irgendwo Schmerzen haben muss. Neugeborene reagieren so auf Situationen, die sie als unangenehm empfinden. Als Erstes sollte man in diesem Fall prüfen, ob das Kleine vielleicht Fieber hat (bei Temperatur über 38 Grad sollten Sie Ihren Arzt oder eine Notfallnummer anrufen) oder im Windelbereich wund ist. Hat es vielleicht Hunger? Sollte dem so sein, obwohl die letzte Mahlzeit nicht sehr weit zurückliegt, sollten Sie nicht allzu streng sein und es stillen oder füttern. Solch kleine Kinder können nicht viel Nahrung auf einmal aufnehmen und sind es aus dem Mutterleib gewohnt, dass die Nährstoffe nach Bedarf zugeführt werden. Und keine Sorge, mit der Zeit werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten sich vergrössern.

Allabendliches Weinen

Ihr Baby weint jeden Abend, sobald es dunkel wird. Jeden Tag um die gleiche Zeit. Was man auch macht – der kleine Erdenbewohner weint verzweifelt. Das kann schlauchen. Leider gibt es derzeit weder eine zuverlässige Erklärung für das Verhalten noch einen tollen Tipp, um es zu ändern. Man geht davon aus, dass einige Kinder so die Erlebnisse des Alltags verarbeiten oder Spannung abbauen. Seien Sie einfach bei Ihrem Kind, tragen Sie es, trösten Sie es, reden Sie ihm gut zu und vertrauen Sie darauf, dass auch diese Phase vorbeigehen wird.

Zuwendung hilft!

Sie legen Ihr Kind an die Brust, es beginnt zu saugen, hört aber auf einmal auf. Versucht es erneut und beginnt zu weinen. Hier ist die Lage klar. Koliken plagen das Baby. Machen Sie eine kleine Pause, damit die Luft entweichen kann. Mit der Zeit wird das Verdauungssystem reifen und die entsprechenden Probleme weniger werden bzw. ganz verschwinden. Sollten Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind wirklich Schmerzen hat, sollten Sie dies Ihrem Kinderarzt mitteilen. Vielleicht liegt ja eine Unverträglichkeit vor. Es kann auch sein, dass das Baby von einem Geräusch (zugeschlagene Tür, Bellen eines Hundes) oder von einem unbekannten Gesicht erschrocken wird. Reaktion? Natürlich Weinen. Beruhigen Sie es und wiegen Sie es in Ihren Armen. Auch Ihre Nervosität kann sich auf das Kind übertragen. Es spürt Ihren Stress und reagiert, indem es unruhig wird. Hören Sie auf Ihr Herz und nicht auf Ihre Umgebung, die dieses oder jenes anders machen würde. Falls Sie sich überfordert fühlen, bitten Sie Ihre beste Freundin oder die Grosseltern um Hilfe, um etwas Luft zu bekommen.

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