Erziehung und Psychologie

Ihr Kind kann keine Sekunde ruhig sitzen und sorgt in der Schule und zuhause immer für Trubel? Es ist ungeduldig, leicht reizbar und hört auf niemanden? Falls ja, haben Sie sich sicherlich bereits gefragt, ob es hyperaktiv sein könnte. Hier einige Ansätze…

Eine 5-Jährige erzählt allen, dass ihr grosser Bruder sie von der Schule abholen wird. Das Problem: Chloé hat keinen Bruder, sondern eine 3-jährige Schwester. Léo dagegen navigiert das Piratenschiff durch das Wohnzimmer, pardon, durch die Karibik, während seine Cousine in einer Pfütze diverse Krokodile erahnt. Es gibt natürlich auch sprechende Plüschtiere, die unbedingt ein Glas Milch benötigen, wenn alle schon schlafen. Das alles ist völlig normal!

Es vergeht keine Woche, ohne dass eine Mutter mit einem Ritalin-Rezept für ihr Kind kommt», erzählt eine Apothekerin aus Genf. «Das ist völlig normal geworden. Ich bin sicher, dass es Fälle gibt, in denen dieses Medikament angezeigt ist, aber ich frage mich, warum die Fallzahlen von AD(H)S (Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität – Anm. d. Red.) auf einmal so explodieren.»

Wenn es einem Kind nicht gut geht und Gesprächstherapien nicht hilfreich sind, kann die Kunsttherapie eine gute Alternative sein. Durch die begleitete künstlerische Tätigkeit können Kinder ihren Kummer und ihre Ängste verstehen und überwinden.

Einige Kinder haben ein liebstes Kuscheltier, andere einen unsichtbaren Freund oder gleich beides... Gemäss den Studien der amerikanischen Psychologin Marjorie Taylor, die dieses Phänomen seit mehr als 20 Jahren erforscht, haben 37 Prozent der Kinder unter 7 Jahren zumindest eine Zeit lang einen unsichtbaren Freund.

Friede, Freude, Eierkuchen? Von wegen! Bereits zwischen den Jüngsten können die Fetzen fliegen und Streitigkeiten ausbrechen, die sich gewaschen haben. Als Eltern möchten wir unsere Kleinen sicher nicht leiden sehen, und doch müssen sie lernen, ihre Konflikte möglichst selbstständig zu lösen.

Ob ein Kuscheltier, Mamis Haare oder einfach ein Stückchen Stoff... so gut wie jedes Kind hat einen Lieblingsgegenstand zum Kuscheln, Saugen und Spielen. Zum Einschlafen und Beruhigen ist dieser Gegenstand unverzichtbar.

Ein Kind zwischen 18 Monaten und 3 Jahren wirft so einiges auf den Boden. Dieses Verhalten ist völlig normal. Dennoch... das Parkett ist darüber weniger erfreut. Wie könnte man also diesen Drang eindämmen, ohne das Kind in seiner Entwicklung zu bremsen? Einige Ideen.